VietnamNeo hat für Sie auf dieser Seite eine Übersicht über die wichtigsten Gesundheitsrisiken und -maßnahmen für Ihre Reise erstellt, damit Sie sorgenfrei in Ihren Urlaub starten können. Diese Informationen ersetzen allerdings nicht die medizinische Beratung durch einen Reisemediziner, welche wir Ihnen in jedem Fall empfehlen.

Vor Ihrer Abreise sollten Sie sich mit den gesundheitlichen Risiken in Vietnam vertraut machen. Da sich Krankheitserreger in tropischen Klimazonen schneller ausbreiten können als in unseren Breiten, ist es wichtig informiert zu sein und entsprechend vorzubeugen. Für die Einreise in Vietnam sind keine Impfungen erforderlich. Nachfolgend möchten wir Sie jedoch über empfohlene Impfungen, das regionale Malariarisiko und sonstige Gesundheitsrisiken informieren.

Impfungen für Vietnam

Eine Impfung gegen Diphterie, Tetanus und Polio sowie gegen Hepatitis A wird für jede Vietnam-Reise empfohlen. Erstere werden meist bereits in der Kindheit verabreicht und sind zehn Jahre wirksam. Hepatitis A wird erst kurz vor der Reise verabreicht, da die Wirkungsdauer relativ kurz ist. Eine Langzeitimpfung gegen Hepatitis A ist sinnvoll, wenn Sie häufiger verreisen. Diese muss allerdings nach ca. sechs Monaten wiederholt werden, damit der Langzeitschutz aktiv wird. Wenn Sie einen Vietnam-Aufenthalt von mehr als 14 Tagen planen, sollten Sie außerdem eine Typhus-Impfung in Betracht ziehen. Eine Gelbfieber-Impfung benötigen Sie nur, wenn Sie direkt aus einem Gelbfiebergebiet nach Vietnam einreisen. Wenn Sie länger als sechs Monate in Asien unterwegs sind, sollten Sie sich zudem gegen Japan-B-Encephalitis impfen lassen. Tollwut ist eine Infektionskrankheit, die meist durch infizierte Tiere übertragen wird. Zu einer Übertragung der Krankheit kommt es nicht nur durch Bisse, sondern auch durch Speichel auf Schleimhäuten oder verletzten Hautpartien. Da es in Vietnam viele streunende Hunde gibt und eine adäquate Behandlung nicht immer gewährleistet ist, kann eine Tollwutimpfung vor Abreise in Betracht gezogen werden. Weitere wichtige Hinweise finden Sie unter www.auswaertiges-amt.de

Geringes bis mittleres Malaria-Risiko in Vietnam

Ob eine medikamentöse Prophylaxe für Sie in Vietnam sinnvoll ist, hängt von Ihren individuellen Reiseplänen ab. Die Städte Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt samt Umgebung sowie die Küstenregionen Vietnams nördlich von Nha Trang und das Red River Delta sind praktisch malariafrei bzw. besteht dort nur ein sehr geringes Risiko. Im zentralen vietnamesischen Hochland unterhalb 1500 Metern und im Hinterland der Küstenregionen von Ninh Thuan, Khanh Hoa, Quang Tri, Quang Nam besteht ein mittleres Malariarisiko, in der Trockenzeit etwas niedriger und in der Regenzeit höher. Da viele Stechmücken in Vietnam bereits resistent gegen den Wirkstoff der Malariaprophylaxe sind und das Medikament nicht sehr verträglich ist, sollten Sie die Entscheidung für oder gegen eine Prophylaxe mit Ihrem Arzt besprechen oder gegebenenfalls ein Präparat als Notfallmedikament mitführen. Malaria wird durch den Stich der Anopheles-Mücke übertragen, welche vorrangig in den Abendstunden und nachts aktiv ist. Der beste Schutz vor einer Malaria-Infektion sind daher Präventionsmaßnahmen wie: - regelmäßiges Auftragen von Insektenschutzmittel auf freie Körperstellen - unter einem Moskitonetz schlafen - körperbedeckende Kleidung tragen Ein sorgfältiger Schutz vor Moskitostichen reduziert die Wahrscheinlichkeit einer Infektion erheblich.

Sonstige Gesundheits-Tipps für Vietnam Reisen

Durchfallerkrankungen

Grundsätzlich sollten Sie während Ihrer Vietnam-Reise darauf achten, Wasser nur aus versiegelten Flaschen zu trinken. Verzichten Sie auf Leitungswasser und Eiswürfel in Getränken und achten Sie darauf, dass Kaffee oder Tee mit gekochtem Wasser zubereitet werden. Obst sollte nur geschält und Gemüse gekocht verzehrt werden. Prinzipiell ist das Essen in den Garküchen bekömmlich. Sollten Sie dennoch erkranken, ist es vor allem wichtig viel zu trinken und sich auszuruhen. Wenn die Symptome nach zwei Tagen nicht abgeklungen sind oder zusätzlich Fieber auftritt, konsultieren Sie einen Arzt. In jedem Fall ist es sinnvoll ein Medikament gegen Durchfallerkrankungen in Ihrer Reiseapotheke mitzuführen.

Dengue-Fieber

Gegen Denguefieber gibt es ebenfalls keinen Impfstoff, daher sollten Sie sich genau wie bei der Malariaprävention primär vor Mückenstichen schützen, da auch diese Krankheit durch Insektenstiche übertragen wird.

Checkliste: Gesundheitsvorsorge vor der Abreise

Bevor Sie in Ihren Urlaub nach Vietnam starten, sollten Sie sich noch mal kurz Zeit nehmen und die folgenden Punkte überprüfen: • Impfungen überprüft und gegebenenfalls aufgefrischt? • regelmäßig einzunehmende Medikamente besorgt? • Beipackzettel vorhanden (für die Zollkontrolle)? • persönliche Reiseapotheke zusammengestellt? • Hand-Desinfektionsmittel besorgt?

Gesundheit während Ihrer Vietnam-Reise

Nach der langen Anreise wird Ihnen wahrscheinlich der sogenannte Jetlag zu schaffen machen. Durch die Zeitverschiebung wird die innere Uhr des Körpers durcheinandergebracht. Gönnen Sie sich deshalb nach dem Flug die nötige Ruhe, aber versuchen Sie sich möglichst schnell an die Tageszeiten in Vietnam anzupassen. Des Weiteren sollten Sie auf eine ausreichende Hygiene achten, um Durchfallerkrankungen vorzubeugen. Ein Desinfektionsmittel für die Hände in Ihrem Gepäck ist daher ratsam. Für den Verzehr von Nahrungsmitteln gilt: peel it, boil it, cook it!

Wichtiger Hinweis nach der Reise

Auch wenn Sie sich erst Wochen nach Ihrer Vietnam-Reise unwohl fühlen, an Fieber erkranken oder sonstige Beschwerden haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt und informieren Sie Ihn über die vergangene Reise. Melden Sie wie lange Sie unterwegs waren und vor allem wo genau. 

Wir wünschen Ihnen eine schöne und erholsame Reise!