Imposante Tempelanlagen und Ruinen

My Son entstand aus der Hand der Champa und war zwischen dem 4. und dem 13. Jahrhundert eines der wichtigsten religiösen Zentren des Landes. Vom Hinduismus geprägt, wurden einige der schönsten Tempelanlagen Vietnams gebaut. Die Tempel von My Son waren lange Zeit die bedeutendsten Tempel des Königreiches. Skulpturen der Götter und Priester, von Tieren und mythischen Szenen, von Schlachten und Hingabe schmückten die Wände. Diese Tempel waren Orte der Anbetung des Gottes Vishnu. 1999 wurde My Son zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt.

Der Fall der Champa und der Vietnamkrieg in den 50er Jahren forderten ihren Tribut. Dicht bewachsener Dschungel und ein nicht enden wollender Bombenregen prasselten auf die Tempelanlagen nieder und rissen sie zu Boden. Viele der heutigen Ruinen wurden schwer beschädigt oder von wilden Tieren, Wasser und Pflanzen zu Nichte gemacht. Trotzdem haben sie nichts von ihrem Charme und ihrer Schönheit eingebüßt.

In einigen Reiseführern wird My Son mit Angkor Wat, Bagan oder Borobudur verglichen. Historisch gesehen stimmt das in dem Punkt, da die Komplexe etwa zur selben Zeit an religiöser Bedeutung gewannen und ebenso zu Ruinen verfielen. Leider wurden die Anlagen von My Son vergleichsweise schlecht gepflegt, sodass die Schäden von Zeit und Krieg unübersehbar sind. Trotzdem ist ihr Anblick einzigartig und durch die Historik und die wunderschöne Dschungellandschaft einen Besuch wert.

Am Besten besuchen Sie My Son ganz früh am Morgen oder am späten Nachmittag. Zu dieser Zeit sind nur noch wenige Touristen dort und das Licht spiegelt sich auf traumhafte Weise.

Sehenswürdigkeiten in My Son

Neben den eigentlichen Tempelruinen sollten Sie auf keinen Fall das Champa Museum verpassen. Lassen Sie sich inspirieren, von der Kultur und der Geschichte des Ortes. Viele Artefakte haben ihren Platz in der Sammlung gefunden. Die am besten erhaltenen Skulpturen aus den Tempelanlagen wurden von den Kuratoren geborgen und ebenfalls im Museum ausgestellt. Sollten Sie das Champa Museum besichtigen wollen, achten Sie auf die Öffnungszeiten. Das Museum schließt eine halbe Stunde vor den Tempelanlagen.

Die Tempel befinden sich in unterschiedlichen Reparaturzuständen, da der Wiederaufbau noch immer in vollem Gange ist. Die Ruinen sind in Gruppen von A – G unterteilt. Die drei größten Standorte sind A, BCD und EF. Diese sind mit gut beschilderten Wanderpfaden verbunden. Außerdem gibt es noch die Gruppen G, H und L. Diese Ruinen sind kleiner und schwer zu finden. Gerne organisieren wir Ihnen einen Guide der Sie begleitet. Sprechen Sie uns einfach an.

Tipp: In den frühen Morgenstunden kommen die Sonnenstrahlen ganz besonders schön zur Geltung. Das Licht streut genau hinter dem Kopf der Skulptur des Gottes Vishnu, sodass es aussieht, als würde er durch einen Heiligenschein erhellt.

Von Dienstags bis Sonntags gibt es auf dem Gelände rund um die Tempelruinen kleinere Tanz–Shows zu sehen. Einige Shows umfassen traditionelle Tänze der Champa. Die Bühne befindet sich direkt hinter dem Eingang auf der rechten Seite – gegenüber des Souvenir Shops.

Das gibt es außerdem zu sehen

Wenn Ihnen My Son gefallen hat, sollten Sie auf jeden Fall einen Abstecher in das nahegelegene Vinh Dinh machen. Unweit der Tempelanlage befindet sich das kleine Dörfchen direkt am Fluss Vu Gia. Hier finden Sie ein ein gutes Beispiel für einen Turm im Stil der Champa, sowie das sehr gut erhaltene Relikt des Bang-An-Turms. Der Turm ist unter Reisenden ein echter Geheimtipp und wird auch heute noch von Pilgernden aufgesucht.

Weniger Kilometer weiter in Richtung My Son liegt auf der linken Seite das kleine Dörfchen Tra Kieu. Hier befindet sich das Sa Huynh Museum. Das Gebäude wurde architektonisch im Stil der Cham erbaut und umfasst eine Sammlung historischer Artefakte der Cham. Viele von ihnen stammen übrigens aus dem Besitz eines katholischen Priesters.

Tipp: Durch die Umgebung von My Son fließen drei größere Flüsse, die in einem etwa drei Kilometer langen See zusammenfließen. Hier bieten sich fantastische Panoramen. Wer möchte, kann dieses unberührte Juwel der Natur mit dem Kajak auf eigene Faust erkunden oder eine geführte Kajaktour buchen.

Wissenswertes

Zahlreiche Straßencafés und Restaurants säumen die Straße von Hoi An nach My Son. Die meisten servieren fantastische, landestypische Köstlichkeiten die Sie unbedingt probieren sollten. Einige dieser Restaurants sind in lokalem Familienbesitz.

Wichtig: bitte achten Sie auf Ihre Sicherheit! Abseits der markierten Wege besteht keine Garantie, dass alle explosiven Gegenstände geräumt wurden. Halten Sie sich also zu Ihrer eigenen Sicherheit nur in den gekennzeichneten Bereichen auf.

Anreise

Nur 43km von Hoi An entfernt, ist My Son problemlos erreichbar. Motorrad – Taxen bringen Sie von dort täglich zu den Tempelruinen. Alternativ können Sie sich auch selbst ein Auto oder ein Motorrad mieten um die Gegend völlig frei, selbst zu erkunden. Auch von Danang kommen Sie bequem nach My Son. Hoi An und Danang werden täglich mit Überlandbussen von allen größeren Städten Vietnams angefahren.

Für alle die eine etwas ausgefallenere Methode bevorzugen, gibt es auch die Möglichkeit ein Stück weit mit dem Boot in Richtung My Son zu fahren. Ab Hoi An geht es etwa 10 Kilometer in nördlicher Richtung bis zur Brücke an der Route 1. Dort müssen Reisende dann auf ein anderes Vehikel umstiegen.

Selbstverständlich organisieren wir Ihre Anreise gerne ganz individuell oder im Rahmen einer unserer Vietnam Rundreisen. Rufen Sie uns gerne an oder schreiben Sie uns eine E-Mail. Wir beraten Sie gerne persönlich.