Klein und idyllisch vor historischer Kulisse

Hoi An liegt rund 30km Richtung Süden von Danang entfernt. Die kleine malerische Hafenstadt besteht seit mehreren Jahrhunderten und ist inzwischen ein fester Bestandteil der touristischen Erschließung des Landes. Viele Reisende finden hier genau das was sie suchen: Ruhe, charmante Strandabschnitte, kulturellen Hintergrund, Historik und genügend Zeit durch die Lädchen zu bummeln. Tipp: In der Nacht vor Vollmond findet das Laternenfest statt. Ab 18 Uhr werden alle Lichter ausgeschaltet und die Straßen durch bunte Laternen erhellt.

Deshalb ist Hoi An besonders

Die Hafenstadt Hoi An erstreckt sich rund um das Flussufer des Thu Bon. Romantische Gässchen, hübsche Straßencafés und schmackhafte Restaurants befinden sich hier. Auf der gegenüberliegenden Uferseite liegen die kleinen Inselchen Cam Nam und An Hoi, welche ebenfalls vom Charme Hoi Ans profitieren. Inzwischen sind die Inseln selbst kleine Attraktionen.

Die Stadt verbindet dabei alles was Reisende sich wünschen. Die Altstadt von Hoi An wurde über Jahre hinweg mühevoll restauriert und auf weitestgehend ursprüngliche Art erhalten. Sie liegt unmittelbar am Flussufer und bietet das volle Rundum-Paket. Egal ob Einkaufsbummel oder kulinarische Entdeckungsreise – in Hoi An kommt jeder auf seine Kosten. In stadtnaher Umgebung gibt es gute und günstige Hotels, fantastische Restaurants und eine idyllische Landschaft mit malerischen Stränden nur wenige Minuten entfernt. Noch vor wenigen Jahren war Hoi An ein ruhiges wenn nicht gar verschlafenes Städtchen, heute tummeln sich hier Reisende aller Art und die die Gegend wurde zum erklärten Lieblings – Reiseziel vieler Vietnamurlauber.

Geschichte und Kultur

Auch Geschichts- und Kulturinteressierte kommen in Hoi An nicht zu kurz. Der Hafen der Stadt des Friedens wurde bis etwa zum 10. Jahrhundert rege genutzt. Erst seit dem 17. Jahrhundert aber ist es auch ausländischen bzw. internationalen Händlern gestattet ihre Produkte im Hafen von Hoi An anzubieten und zu vertreiben. In dieser Zeit siedelten sich Händler aus aller Welt, insbesondere aber aus China und Japan in Hoi An an. Dadurch gewann Hoi Ans Hafen enorm an Bedeutung und ist heute einer der wichtigsten Häfen Südostasiens. Durch steigende Infrastruktur und mehr und mehr Wohlstand kamen sogar Europäer in die kleine Stadt.

Nachdem die Stadt durch die Rebellion der Tay Son im 18. Jahrhundert beinahe völlig zerstört wurde, wurde die gesamte Stadt mit all ihren Geschäftshäusern, Tempeln und Versammlungssälen von chinesischen Arbeitern wieder aufgebaut. Mit der Zeit kam es zu einer Versandung des Flusses und die größeren Handelsschiffe mussten auf den Hafen von Danang ausweichen. Hoi An verlor rapide an Wichtigkeit. Trotzdem war die Stadt immer auf der Landkarte von Reisenden, sodass es nicht verwunderlich war, dass bereits viele Touristen die Stadt besuchten als die UNESCO rund 800 von Hoi Ans schönsten Stätten zum Weltkulturerbe erklärte. Das geschah im Jahre 1999. Seither wurden weitere Gebäude restauriert und renoviert und zu Ladenzeilen, Geschäften, Restaurants und Galerien umfunktioniert.

Die meisten der restaurieren Gebäude inmitten der Altstadt stehen heute unter Denkmalschutz. In den kleinen Gässchen herrscht auch heute noch eine urtypische Atmosphäre, während die Stadt selbst zu einer beachtlichen Größe mit rund 120.000 Einwohnern angewachsen ist. Weiter im Osten der Altstadt befindet sich der große stadteigene Marktplatz. Hier finden regelmäßig große Märkte statt. Von fangfrischem Fisch, Fleisch, buntem Gemüse und duftendem Obst bis hin zu Kleidung und Haushaltsgegenständen finden Sie hier alles. Auch auf den Flussufer – Inseln Cam Nam und An Hoi findet sich gute Gastronomie. Die Inseln werden übrigens mit Hilfe von kleinen Brücken mit der Altstadt verbunden und sind fußläufig erreichbar. Im Norden der Stadt wurden einige schöne Hotels der Mitteklasse erbaut und auch entlang der Flussufer befinden sich diverse Resorts von Reisterrassen umgeben und nicht weit von Hoi Ans Stränden entfernt.

Malerische Strände

Viele dieser Strände eignen sich auch wunderbar für einen Badeurlaub in Vietnam. Rund vier Kilometer von der Stadt entfernt, erhalten Sie hier die Chance an cremefarbenen Stränden in der Sonne zu relaxen oder im Schatten der vielen Palmen ein gutes Buch zu lesen. Die verschiedenen Strände am südchinesischen Meer haben unterschiedliches zu bieten. Von einfachen Liegestühlen mit Sonnenschirmen aus Bast, bis hin zu luxuriösen Resorts mit Getränke- und Snack – Service findet jeder das was er braucht. Auch die obligatorischen Strandhändler dürfen hier nicht fehlen. Die beste Reisezeit für Hoi An ist übrigens zwischen März und Oktober.

Tipp: Wenn die Dämmerung einsetzt finden an Hoi Ans Stränden wunderbare Grillpartys statt. Die Einheimischen kommen mit ihren Holzkohlengrills und grillen zusammen mit Familie und Freunden frischen Fisch, mariniertes Fleisch oder buntes Gemüse. Das Bild von hunderten Grüppchen auf bunten Picknickdecken mit kleinen Öllampen und der untergehenden Sonne am Horizont bleibt nachhaltig im Gedächtnis.

Das gibt es außerdem zu sehen

Natürlich sind die Highlights der Stadt allesamt Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Prachtvolle Tempel, träumerische Parks, historische Versammlungshäuser – allesamt aus dem 18. Jahrhundert – sowie eine alte japanische Brücke aus dem Jahre 1763 finden sich hier dicht an dicht. Hinzukommen aufwendig restaurierte Gebäude. Mach einer sagt: Hoi An ist fast wie ein einziges riesiges Freilichtmuseum und für die Einheimischen ist das alles alltäglich.

Kulturhistorische Museen

In Hoi An gibt es einige kleinere Museen die sich insbesondere mit der Kultur der Sa Huynh beschäftigen. Außerdem gibt es Museen über den Handel mit Keramik, die Kultur der Vietnamesen und ihre Traditionen, sowie geschichtsträchtige Museen. Besonders sehenswert ist die Werkstatt für Stickereien und die Lampenherstellung. Hier können Sie das Handwerk aus der Nähe betrachten und sich und Ihre Fähigkeiten selbst testen. Zwischendurch gibt es immer wieder Aufführungen mit Musik und Tanz zu sehen. 

Altehrwürdige Tempel

Der Quan Cong gilt als der beliebteste Tempel der Stadt. Er wurde 1653 erbaut und hat ein imposantes Erscheinungsbild. Der Eingang ist durch ein rotes, bunt bemaltes Tor abgegrenzt und liegt inmitten der Duon Tran Phu. Der Tempel wurde nach Quan Cong, einem chinesischen General benannt. Dieser ist gleichzeitig ein Schutzgott der Vietnamesen. Der älteste Tempel ist die 1454 erbaute Pagode Chuc Thanh. Sie umfasst mehrere Stockwerde und liegt etwas weiter nördlich der Altstadt. 

Die Japanische Brücke

Die Japanische Brücke ist rund 18 Meter lang und überdacht. Sie wurde als Tempelbrücke konstruiert und verband früher das japanische mit dem chinesischen Viertel. An dieser Stelle stand 1595 schon einmal eine solche Brücke, die aber nicht lange hielt. 1763 wurde die heutige Brücke erbaut und gilt heute als das Wahrzeichen Hoi Ans. Hoch oben auf der Brücke befindet sich ein Tempel des Taoismus. Die Gottheiten sollen Hoi An vor Beben und Überflutung schützen. Trotzdem kommt es leider immer wieder zu schweren Flutungen der Stadt. 

Schreine und Hoi Ans Familienhäuser

Typisch für Hoi Ans Architektur sind die Tunnelhäuser. Alle Gebäude in denen Wohnungen und Geschäfte untergebracht sind sehen so aus. Sie können bis zu 60 Metern lang sein und sind tunnelartig beschaffen. Vorne befinden sich die Läden oder Werkstätten mit einem Hof und hinten das eigentliche Wohnhaus. Die Häuser werden über Generationen weitervererbt und sind für die Familien ein ganz besonderer Schatz. Manche erlauben Besuchern einen Blick in ihr Allerheiligstes. Wer in den Genuss kommt eines der Tan Ky Häuser zu besichtigen wird von der Familie herzlich aufgenommen. Lassen Sie sich den angebotenen und frisch zubereiteten Tee schmecken und bestaunen Sie Schreine, Schnitzereien, Fotos den Hausaltar, Keramik und Dächer aus Holz. 

Historische Versammlungshallen

Im 18. und 19. Jahrhundert bauten Einwanderer der im Südosten Chinas liegenden Provinzen Hakka, Chaozhou, Hainan, Guangzhou und Fujian Versammlungshäuser für regionale Versammlungen. Zu Beginn fanden diese Versammlungen in Gebäuden in Hoi Ans zentral durch die Altstadt verlaufenden Hauptstraße Duong Tran Phu statt. Später dann in den Neubauten. Sie gaben sich viel Mühe mit der Dekoration und Umsetzung ihrer Pläne, sodass wunderbare Arbeiten mit Statuen, Tempeln und Altären entstanden. Bis in die 70er Jahre wurden viele der Gärten und Innenhöfe sowie Teile der Mauern erneuert und restauriert. 

Wissenswertes

In Hoi An gibt es ein so genanntes Couponsystem für alle Eintrittsgelder. Das „Hoi An Old Town Ticket“ ermöglicht Ihnen ein Gesamtpaket der Sehenswürdigkeiten, sodass Sie nur ein Ticket an einem der Häuschen entlang der Altstadtstraßen kaufen müssen. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt sind in dem Ticketpreis von umgerechnet ca. 3,30€ inbegriffen, alles weitere kostet einen Aufpreis oder benötigt ein separates Ticket. 

Traditionelle Küche

Bei einem Bummel durch die Altstadt, weht den Reisenden immer der fantastische Duft von traditionellen Speisen um die Nase. Von ursprünglichen Garküchen über kleine Cafés, urige Bars bis hin zu luxuriösen Restaurants wird hier wirklich jeder Geschmack getroffen. Mit gemütlicher Einrichtung und von Hand angelegten Gärten hat jedes dieser Lokale seinen ganz eigenen Charme. Lassen Sie sich von der Zubereitung der landestypischen Gerichte inspirieren und probieren Sie sich durch die gesamte kulinarische Bandbreite. 

Diese Gerichte müssen Sie unbedingt probieren

Ein Mix aus Einflüssen der chinesischen, japanischen und vietnamesischen Küche macht die Einzigartigkeit der Gerichte in Hoi An aus. In unzähligen Restaurants finden Sie jede Menge dieser Köstlichkeiten: Gedämpfte Teigtaschen nennen sich Banh Bao bzw. Banh Vac und sind gefüllt mit Krebsfleisch oder Scampi, frittierte Teigtaschen heißen Hoanh Thanh und werden häufig mit Hähnchen gefüllt. Gold braune Banh Xeo, das sind mit Fleisch und Sojasprossen belegte Reismehlpfannkuchen oder ein Stück Banh it, Reiskuchen mit Kokosmilch und einer Paste aus Sojabohnen sollten Sie ebenfalls unbedingt probieren! Eine Schale der klassischen Cao Lau Suppe spendet angenehme Wärme und mit Nudeln, Fleisch und Gemüse eine sättigende Mahlzeit. Eine weitere Spezialität sind die Frühlingsrollen Tam Huu oder Quang Nudeln.

In der Altstadt Hoi Ans und entlang der Uferpromenade finden Sie außerdem vielerlei kleine Cafés und Bars. Hier und in den landestypischen Garküchen gibt es allerhand kleine Snacks zu entdecken. Für wenig Geld bekommen Sie eine leckere Mahlzeit und viele interessante mit Einheimischen noch dazu. Einige der kleineren Lokalitäten in der Altstadt haben sogar Balkone und von Hand angelegte Gärten zu bieten. Plätze in diesen sind sehr begehrt. Entlang des Wassers gibt es ebenfalls viele Möglichkeiten sich niederzulassen. Neben Restaurants der höheren Preisklassen, lassen sich hier vor allem die Einheimischen mit ihren Grills und Öllampen auf Decken nieder. Sie kommen mit der ganzen Familie und grillen frischen Fisch, Fleisch und in allen Farben leuchtendes Gemüse. Ein Geheimtipp für alle, die die Kultur mit den Augen der Einheimischen kennen lernen wollen.

Tipp: Manche der Restaurants in der Stadt bieten Kochkurse an. Lernen Sie die Gerichte traditionell zuzubereiten und welche Zutaten und Gewürze für die landestypische Küche üblicherweise verwendet werden. In einer ortsansässigen Kochschule erhalten Sie auch die Möglichkeit die Zutaten für Ihre Gerichte selbst auf einem der vielen Märkte frisch einzukaufen – natürlich unter fachkundiger Begleitung.

Beliebte Unternehmungen

Beliebte Unternehmungen sind auch ein Ausflug zu den Cham Tempeln, nach My Son, nach Danang oder eine Motorradtour ins Hinterland. Der Wolkenpass ist eine der schönsten Panoramastrecken in ganz Vietnam. Bootsfahrten oder Tauch- und Schnorchel - Kurse auf den Cham-Inseln sind ebenfalls lohnenswert. In den umliegenden Handwerkerdörfern können Sie handgemachte Souvenirs kaufen. 

Selbstverständlich organisieren wir Ihre Anreise gerne ganz individuell oder im Rahmen einer unserer Vietnam Rundreisen. Rufen Sie uns gerne an oder schreiben Sie uns eine E-mail. Wir beraten Sie gerne persönlich.