Moderne und Geschichte zugleich entdecken

Danang ist die Nummer vier in der Liste der größten Städte Vietnams. Früher war die Stadt Anlaufstelle für Händler aus Europa und wurde auch als Stützpunkt für US-Soldaten im Vietnamkrieg genutzt. Heute sind die Spuren dieser Zeit beseitigt und Danangs Hafen ist zu einem der bedeutendsten Häfen des Landes aufgestiegen. Die Stadt hat eine ruhige Atmosphäre und besticht durch ihre Modernität. Überdies gibt es einige Highlights zu sehen, wie zum Beispiel das Cham – Museum oder den My-Khe Strand.

Tipp: Jährlich findet im März ein drei Tage andauerndes Festival statt. An den Ufern des Han Flusses erwecken mehrere Künstler ihre Feuerwerke zum Leben und entlocken tausenden von Zuschauern staunende ahhh’s und ohhh’s.

Nicht verpassen

Der natürliche Hafen der Stadt ist ein besonderes Detail. Hier kommen nationale und internationale Containerschiffe, sowie Kreuzfahrtschiffe an und laden Exportgüter oder Touristen ab. Außerdem legen hier auch Schiffe für Südostasien-Rundfahrten an und ab. Rund um den Hafen finden sich viele neue Gebäude in denen diverse Geschäftsstellen sowie Hotels untergebracht sind. Trotz der Tatsache, dass Danang eine Stadt mit vielen, gut erhaltenen Stränden ist, kommen vergleichsweise wenig Touristen hierher. Alle Reisenden die auf der Suche nach etwas Ruhe und Abstand zu den üblichen ausgetretenen Touristenpfaden sind, werden hier genau das finden. Bummeln Sie entspannt durch die Straßen und relaxen Sie am Strand.

Etwa 30km südlich liegt Hoi An. Die Stadt war jahrelang die Hauptstadt des Landes und ursprünglich der Haupthafen für allen Schiffsverkehr. 1835 änderte sich dies und Kaiser Ming Mang erklärte, dass die Handelsschiffe nur noch den Hafen von Danang anfahren dürfen. Danang stieg zum bedeutungsvollsten Hafen Vietnams auf.

Geschichtliche Hintergründe

Knapp 20 Jahre später marschierten französische Truppen ein und gliederten die Stadt weitere 34 Jahre später in die Kolonie Indochina ein. Rund ein halbes Jahrhundert verging bevor der Vietnamkrieg 1954 ausbrach. Auch Danang litt unter seinem Status als US-Militär – Stützpunkt. Es gab eine exakte Trennung am 17. Breitengrad und den so genannte Saigon – Pfad der die Lieferung von Nachschub über den Norden ermöglichte. Danang war somit eine der ersten von zahlreichen Basen der Luftwaffe Amerikas.

Als 11 Jahre später die ersten Bodentruppen nach Vietnam kamen, gewann die Stadt enorm an Einwohnerzahlen. Rund eine Million Menschen lebten zu dieser Zeit in Danang. Sogar das Deutsche Kriegsschiff „Helgoland“ – ein Krankenschiff des Roten Kreuzes, das für die Versorgung von Verletzen zuständig war – lag über 5 Jahre im Hafen der Stadt. Der My – Khe Strand wurde zum Platz Nr. 1 für die Erholung der Soldaten auserkoren. Später erhielt der den Namen „China Beach“, was nicht zuletzt mit der gleichnamigen Fernsehserie aus den USA zusammenhängt.

Danangs Sehenswürdigkeiten

Dank seiner vielen atemberaubenden Sehenswürdigkeiten ist Danang trotz seiner Nähe zu Hoi An noch eine beliebte und weitgehend gut besuchte Stadt. Über die Jahre hat Danang viel an seinem Image gearbeitet und viele Veränderungen vorgenommen, sodass die Stadt insgesamt auch von ihrem Ambiente her sehenswert ist. Ganz besonders das Cham Museum lohnt sich!

Das Cham-Museum beinhaltet nur Cham-Kunst, allen voran über 300 Skulpturen aus Sandstein und Terrakotta. Es ist somit das größte Cham Kunstmuseum der Welt. Es umfasst einen Garten mit diversen Altären, Reliefs und Statuen, sowie etwa 10 Säle voller Exponate aus 8 Jahrhunderten. Die meisten zeigen Götter und Tänzer aus dem Hinduismus. All diese Exponate stammen aus Ausgrabungen von Tempeln im ganzen Land, sowie den berühmten Cham-Stätten Tra Kieu, Dong Duong und My Son. Das Museum wurde 1915 gegründet und wurde in einem Gebäude im französischen Kolonialstil eingerichtet.

Wie üblich gibt es auch in Danang zahlreiche Tempel und Pagoden. Rund um die Innenstadt finden Sie auch die schönsten Kathedralen. Mitten in der Stadt steht „Hahnenkirche“. Sie wurde 1923 von Franzosen erbaut und fällt durch ihre rosarote Farbe und die bunten Fenster sofort ins Auge. Der Name entstand übrigens durch den Wetter Hahn auf der Turmspitze.

Etwas weiter westlich finden Sie den Cao – Dai – Tempel aus dem Jahre 1956. Er ist der zweitgrößte nach dem Tay Ninh. Vier mal täglich finden hier Gebetsstunden statt. Den Cao Dai hängen etwa 50.000 Gläubige an. Das Auge Gottes hängt hier über dem Tempel und bietet einen traumhaften Anblick.

Unweit des Cham Museums befinden sich drei weitere, fußläufig erreichbare, Pagoden. Der Turm der Tam Bao Pagode ist rund fünf Stockwerke hoch. Direkt daneben steht die 1923 erbaute Pagode Pho Danang. Tipp: Die Phap Lam ist berühmt für ihre Messingstatue des Königs der Hölle im inneren der Pagode.

Anreise

Danang hat einen eigenen internationalen Flughafen und ist somit sowohl per Bus und Bahn als auch mit dem Flugzeug gut zu erreichen. Die umliegenden Städte wie Hoi An lassen sich außerdem bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anfahren. Wer die Umgebung auf eigene Faust erkunden möchte kann sich vor Ort einen Roller oder ein TukTuk mieten.

Alle nationalen Airlines und auch einige internationale Airlines fliegen den Flughafen von Danang regelmäßig an. Leider gibt es keine direkten Verbindungen aus Deutschland. Flüge ab Deutschland gehen immer über Saigon oder Hanoi. Singapur oder Siem Reap sind die gängigsten internationalen Destinationen. Vom Flughafen aus gibt es Transfers zu den Hotels oder man nimmt sich eines der wartenden Taxen. Einen Flughafenbus wie man ihn hierzulande kennt, gibt es jedoch nicht.

Die Stadt hat auch einen eigenen Bahnhof – mitten im Zentrum. Mehrfach täglich verkehren hier Express-Züge oder lokale Bahnen. Von Hue aus dauert die Fahrt etwa 3,5 Stunden. Übrigens gilt der Wolkenpass zwischen Hue und Danang als eine der schönsten Panoramastrecken im ganzen Land.

Der Busbahnhof liegt etwa 3km stadtauswärts und wird jeden Tag in regelmäßigen Abständen von großen Überlandbussen bedient. Die überwiegend klimatisierten Busse fahren alle größeren Städte Vietnams an.

Vor Ort können Sie die meisten Sehenswürdigkeiten zu Fuß erkunden. Alternativ bietet es sich an einen Roller oder ein TukTuk zu mieten um an die Strände zu gelangen. Außerdem verkehren kleinere Shuttlebusse und Taxen.

Selbstverständlich organisieren wir Ihren Transfer ganz individuell nach Ihren Wünschen oder im Rahmen einer Vietnam Rundreise. Rufen Sie uns gerne an oder schreiben Sie uns eine E-Mail. Wir beraten Sie gerne persönlich.