Bergstämme, Kolonialvillen & eine blühende Natur

Dalat ist sehr anders im Gegensatz zum restlichen Vietnam. Sie würden beinahe denken, Sie seien in den französischen Alpen im Frühjahr. Dies war sicherlich so, als früher die Kolonisten in ihre Chalets flüchteten, um das kühlere Klima zu genießen. Das französische Gefühl wird durch einen Funkmast wie der Eiffelturm und die lokalen Boheme Künstler verstärkt. Dalat ist klein genug, um ein charmantes Städtchen zu bleiben und die umliegende Landschaft ist mit wunderschönen Seen, Wasserfällen, immergrünen Wäldern und Gärten gesegnet.

Lokale Produkte wie Seide, Gemüse und Blumen (insbesondere die schönen Hydrangeas) werden überall im Süden Vietnams verkauft und bringen hohe Einnahmen. Allerdings ist der größte Beitrag zur Wirtschaft der Tourismus. Mehr als 80.000 einheimische und weitere 80.000 ausländische Touristen besuchen die Region um Dalat jedes Jahr. Als beliebtester Ort für Flitterwochen hat sich Dalat seinen typisch vietnamesischen Kitsch bewahrt.

Die Umgebung von Dalat war einst fürs Jagen berühmt. Die Gebiete waren reich an Hirschen, Rehen, Pfauen, Fasanen, Wildschweinen, Schwarzbären, Panther, Tiger und Elefanten. Dies ist durch das übermäßige Jagen leider nicht mehr der Fall und man kann gelegentlich ausgestopfte Tiere begutachten.

  Der hier ansässigen Bevölkerung gehören mehr als 5000 Angehörige von Bergstämmen an, die in 33 verschiedenen Gemeinden der Provinz Lam Dong leben. Traditionelle Kleider können auf den Märkten erworben werden. Frauen der Bergvölker dieser Gegend tragen ihre Kinder auf dem Rücken in einem langen Stück Stoff, über der Schulter gewickelt und gebunden auf der Vorderseite. In der lokalen Lat Sprache bedeutet „Da Lat“ der „Fluss des Lat Stammes“.

In der Stadt des unendlichen Frühlings herrschen angenehme Temperaturen zwischen 15 (durchschnittliche Tages-Mindesttemperatur) und 24 Grad (durchschnittliche Tages-Maximaltemperatur). Im Grunde genommen hat Dalat nur zwei Jahreszeiten – die Trockenzeit (Dezember bis März) und die Regenzeit (April bis November). Trotz der milden Temperaturen färbt sich die einst grüne Landschaft am Ende der Trockenzeit bräunlich. In der Regenzeit bleibt es vormittags meist trocken, weshalb wir Ihnen empfehlen, am Morgen auf Sightseeing Tour zu gehen. Während der Französischen Kolonialzeit waren ungefähr 20 % der Bevölkerung ausländisch – das zeigen auch die etwa 2500 Villen im Chateau-Stil, die quer über die Stadt verstreut sind.

Historisches Erbe

Der erste Europäer, der Dalat entdeckt hat, war Dr. Alexandre Yersin im Jahr 1893. Die Stadt wurde 1912 gegründet, was mehr und mehr Europäer veranlasste, sich in Dalat niederzulassen. Während des Amerikanischen Krieges war Dalat aufgrund einer stillschweigenden Vereinbarung aller Beteiligten verschont geblieben. Tatsächlich scheint es, dass während südvietnamesische Soldaten in der Militärakademie ausgebildet wurden und wohlhabende Beamte in ihren Villen entspannten, der Viet Cong Kader dasselbe nicht weit weg in ihren Villen gemacht hat. Die Soldaten von Dalat ergaben sich 1975 den nordvietnamesischen Streitkräften gegenüber ganz ohne Konflikt. Die Gefahr, auf Minen oder andere Geschütze zu treten, besteht also nicht.

Sehenswürdigkeiten

Ein Freilauf architektonischer Erforschung von Surrealismus – so könnte man das Hang Nga Crazy House am besten beschreiben. Fröhlich und künstlerisch gestaltet ist das Privathaus ein Monument für das kreative Potenzial von Beton. Mit wunderschönen Skulpturen geschmückte Räume, die durch schmale, filigrane Brücken miteinander verknüpft sind.

Sich in dem riesigen Gebäude zu verlieren ist Teil des unvergesslichen Erlebnisses. Die Idee von Frau Dang Viet Nga, dieses fantasievolle Haus zu errichten, hatte sie schon lange. Die Architektin hat eine Reihe von anderen Gebäuden rundum Dalat konzipiert. Sie hat das Crazy-House-Projekt ins Leben gerufen, weil sie Menschen zurück zur Natur locken wollte. Für kleine Kinder ist das Crazys House Labyrinth nicht unbedingt geeignet, da man viele Tunnel, Stege und Leitern überwinden muss.

Besuchen Sie auch den Xuan Huong See.. Er hat eine Form wie eine Banane und ist nach dem vietnamesischen anti-autoritären Dichter aus dem 17. Jahrhundert benannt. Der See hat eine ca. 7 km lange Promenade, die zum Flanieren und Spazieren einlädt. Liebevoll angelegte Bumengärten, ein Golf Club und das imposante Dalat Palace Hotel werten die Umgebung des Sees auf. Außerdem gibt es ein Paddelboot-Verleih.

Wie erreiche ich Dalat?

Als Knotenpunkt des Zentral-Hochlands von Vietnam ist Dalat verkehrstechnisch bestens angebunden.

Anreise mit dem Bus

Täglich bzw. teilweise mehrmals täglich fahren Busse von Saigon, Nha Trang oder Mui Ne nach Dalat. Die Fahrtdauer beträgt bei einer Reise von Saigon nach Dalat etwa 7 Stunden, von Nha Trang aus ca. 5 Stunden. In jedem Fall ist zu beachten, dass Sie immer mit einer längeren Fahrt rechnen müssen, da sich das Verkehrsaufkommen nie 100% abschätzen lässt.

Anreise per Flugzeug

Der stadteigene Flughafen befindet sich ungefähr 30 km außerhalb des Stadtzentrums. Ein Shuttlebus verkehrt zwischen Airport und Dalat-Zentrum; die Fahrtdauer beträgt etwa eine halbe Stunde. Sie können mit Vietnam Airlines oder Air Mekong von Danang, Hanoi und Saigon nach Dalat fliegen. 

Anreise mit dem Zug

Zwar hat Dalat einen Bahnhof, jedoch ist dieser nicht an das vietnamesische Streckennetz angebunden. Lediglich ein Teil der Strecke wurde für die Touristen restauriert und kann genutzt werden. 

Privattransfer

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